Die Familie

Die notorische Schulschwänzerin Isabell, 16, wird in den Sommerferien von ihrer alleinerziehenden Mutter Jule zu einem Selbstfindungsseminar im Riesengebirge verdonnert. In der Abgeschiedenheit der Natur stößt sie auf eine psycho-esoterische Gruppe, die vom Therapeuten Einar und seiner Frau Meret geleitet wird: die beiden gelten als Koryphäen auf dem Gebiet der systemischen Familienaufstellungen. Hatte sich Isabell zunächst fest vorgenommen, höchstens als passive Zuschauerin an den eigenwilligen Gruppensitzungen teilzunehmen, kann sie sich dem Wir-Gefühl, das dabei entsteht, bald nicht mehr entziehen. Es ist vor allem der charismatische Einar, der es Isabell angetan hat. Dass auch umgekehrt Isabell auf den deutlich älteren Mann Eindruck macht, schmeichelt ihr. Was als spannendes Abenteuer beginnt, kippt, als eine der Kursteilnehmerinnen – Saskia, Anfang 30 – den Verstand verliert und über Nacht spurlos verschwindet. Ist die junge Frau tatsächlich abgereist, wie Einar am nächsten Tag behauptet – oder wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Das Schauermärchen, das Isabell bei einem nächtlichen Ausflug in die Berge von der Einheimischen Tereza (19) aufgetischt bekommt und in dem Einars Großvater – seinerzeit Anführer einer dämonischen Bergsekte – die Hauptrolle spielt, bringt sie vollends durcheinander. Je mehr sich die Anzeichen dafür häufen, dass Einar lügt, desto stärker gerät Isabell in seinen Bann. Spätestens, als die verstümmelte Leiche der verschwundenen Frau auftaucht, wird der Aufenthalt im wildromantischen deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet zu einem Albtraum. Höhepunkt ist Isabells eigene Aufstellung, auf der das Mädchen zu ahnen beginnt, dass sie und Einar weit mehr verbindet, als sie sich jemals hätte vorstellen können ...

Ein düster-erotischer Psychothriller über die universellen Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens.

Genre: Psychothriller
Regie: Constanze Knoche
Autor: Constanze Knoche, Leis Bagdach
Länge: 90 Minuten
Produktion: Neufilm / ZDF - Das Kleine Fernsehspiel
Förderung: ZDF
Dramaturgie: Redaktion: Lucas Schmidt, Diana Kraus
Status: Postproduktion

Spielfilm

Dokumentarfilm

Kurzfilm